DMS der Damen (Bezirk)

Ein Bericht von Markus Göke

Am 06.02.2011 nahm die SG Eintracht Ergste an der DMS (Deutschen Mannschaftsmeisterschaft) der Damen auf Bezirksebene (Bezirk Südwestfalen) teil.
Geschwommen wurde im Hallenbad in Dortmund Lütgendortmund auf einer 25m-Bahn. Die Ergster traten dabei gegen SC Westfalia Herne ,SV Neptun Herne ,SV Langendreer 04, SG Dortmund IV ,ATV Dorstfeld und SV Neptun Herne an.

In den letzten Jahren stellten die Ergster bei der DMS keine Mannschaft, so dass sie in der niedrigsten Klasse antreten (Bezirksliga) mussten. Die DMS finden einmal jährlich statt und werden in Ligenform (von Bezirks- bis Bundesliga) durchgeführt. Bei der Teilnahme in diesem Jahr ging es den Ergstern allerdings nicht darum, um den Aufstieg mit zu schwimmen. Vielmehr ging es den Verantwortlichen darum, den Teamgeist innerhalb der Wettkampfmannschaft zu fördern und den Mannschaftsgeist bei einer vermeintlichen Einzelsportart zu wecken.

Eigentlich hatte der Trainer der Wettkampfmannschaft Johannes Blömer geglaubt, dass er nie eine Mannschaft bei DMS betreuen würde – durch seinen Wechsel nur SGE ergab sich nun aufgrund der ausreichend vorhandenen Zahl an talentierten Nachwuchsschwimmerinnen die M;Möglichkeit.

Geschwommen wurden alle 16 Wettkampfstrecken von der 50m Brust bis zur 800m Freistilstrecke und dies in zwei Abschnitten je einmal, so dass die Ergster auf insgesamt 32 Starts kamen. Die Punkte aus den einzelnen Rennen wurden addiert und führten so zu einem Gesamtergebnis. Da jeder Starter nur max. fünfmal an den Start gehen durfte, wurden somit mindestens 8 Starterinnen benötigt. Die Ergster nahmen dennoch 12 Schwimmerinnen mit nach Dortmund, um tatsächlich auch jedem die Chance zu geben, etwas für die Mannschaft zu tun.

Für einheitliches und auffälliges Auftreten wurde zudem gesorgt. Die SGEler betraten die Schwimmhalle mit hellblauen Shirts mit Pinker Aufschrift (Vereinsname + einem witzigen Spruch). Trainer Blömer wurde von seiner Tochter mit einem schwarzen Shirt mit großer pinker Aufschrift „ sag niemals nie!!!“ ausgestattet.

Ersteinmal in der Halle sorgten die Ergster direkt weiter für Aufsehen. Die mitgereisten Fans,Eltern und Schwimmer waren ausgestattet mit Vuvzuelas, Tröten und Glocken. Damit feuerten sie diejenigen SGEler an, die im Wasser um gute Zeiten kämpften. Dabei waren sie die mit Abstand am Lautesten.

Zwar vermuteten die Trainer im Vorfeld, dass dadurch, dass jeder halt nicht für sich, sondern für die Mannschaft schwamm, die ein oder andere Bestzeit geschwommen würde. Was die Ergster Mädels aber ablieferten war kaum zu glauben. Angetrieben von den Mannschaftskameradinnen und den Fans wuchsen die Ergsterinnen über sich hinaus. Eigentlich kann man von den 12 Starterinnen keinen namentlich hervorheben, da alle überragend fighteten und eigentlich jede total erschöpft aus dem Wasser kam. Die Verbesserungen reichten von Steigerungen im Sekundenbereich auf den Sprintstrecken bis zu 43 Sekunden auf den Langstrecken.

Waren die Ergster ohne jegliche Erwartung (außer : bloß nicht letzter werden) angetreten, wurden sie letztlich sogar guter Vierter. Die im Vorfeld errechneten 8800 Punkte wurden um 500 Punkte deutlich übertroffen. Und gegen die starken Damenteams haben sich die Ergsterinnen richtig gut behauptet. Denn die anderen Teams schickten wirklich Damen ins Rennen und waren im Durchschnitt bis zu 5 Jahre älter. Der Ergster Altersschnitt betrug gerade mal 12,9 Jahre – so stellte die SGE verständlicherweise auch die jüngste Starterin allerdings mit Steffi Gutsche-Krueger mit 40 Jahren auch die Älteste .

Es hat allen Teilnehmerinnen und dem Trainergespann viel Spaß gemacht. Und man hat sich vorgenommen, im nächsten Jahr wieder an den Start zu gehen. Dann ein Jahr älter und dann vielleicht mit dem Ziel in die Südwestfalenliga aufzusteigen.

An den Start für die SGE gingen Paula Schneider, Nisrine Ouali, Ronja Göke, Katharina Krüger, Fabienne Aggeler, Joy Bruske, Hannah Schippers, Lara Kaufmann, Alina Kaufmann, Leonie Weber, Riccarda Schrei, Steffi Gutsche Krüger

Ergebnisliste zum Download